Von Koosje Schmeddes

Die Arbeit von Koosje Schmeddes ist oft vielfach interpretierbar, und als Zuschauer wird man zwischen Humor und Ernsthaftigkeit hin und her gerissen. Durch die Kombination von Objekten, die sich auf Glauben und Leben beziehen, können das Werk und sogar der Titel des Werks „Fair“ auf viele Arten interpretiert werden, genau wie der Glaube und das Leben selbst. Koosje Schmeddes ging von einem formalen Ansatz aus: Sie sieht den Kuchen als Spiegelbild des umgedrehten Fes. Durch die Platzierung als Gegenform in einer kleinen Kapelle scheinen die beiden Objekte plötzlich einen göttlichen Status zu erlangen.

Wie etwas gesehen wird, hängt oft vom Zeitgeist und allen möglichen kulturellen Einflüssen ab. Alles ändert sich und verändert sich, die eigenen Konzepte und Standards entwickeln sich ständig weiter: Zum Beispiel war der Fes im 19. Jahrhundert eine obligatorische Kopfbedeckung im Osmanischen Reich, bis er nach dem Zerfall desselben Reiches im frühen 20. Jahrhundert von der Regierung verboten wurde, weil er nicht mehr modern genug war.

Diese Arbeit scheint auf den ersten Blick ein bekanntes Bild in Kyllburg zu sein, denn hier finden Sie viele katholische Referenzen. Gleichzeitig bezieht sie sich auf einen Zusammenprall der Kulturen oder einfach auf unsere multikulturelle Gesellschaft mit Einflüssen aus Nord, Ost, Süd und Südamerika Westen.

The work of Koosje Schmeddes is often multi-interpretable, and as a spectator you are torn between humor and seriousness. By combining objects that refer to faith and life an sich, the work and even the title of the work ‘Fair’ can be interpreted in many ways, just like faith and life itself.

Koosje Schmeddes started from a formal approach: she sees the cake as the mirror image of the flipped fez. By placing it as counter-shapes in a little chapel, the two objects suddenly seem to acquire a divine status.

How something is seen often depends on the zeitgeist and all kinds of cultural influences. Everything changes and transforms, one’s concepts and standards evolve continuously: for example the Fez was a compulsory headgear in the Ottoman Empire in the 19th century until it was banned by the government after the disintegration of the same empire in the early 20th century, because it wasn’t modern enough anymore.

This work seems at first sight a familiar image in Kyllburg because you can find many catholic references in the area here, but at the same time it refers to a clash of cultures or simply to our multicultural society with influences from North, East, South and West.