Kategorie: Kuenstler

  • I am still here

    I am still here

    Mit dieser interaktiven Installation thematisiert Schellekens Begriffe wie Zeit und Fragilität, Transformation und Strenge. Er schafft eine Wechselwirkung zwischen der gezeigten Landschaft und ihrer Darstellung, um die Lesbarkeit des Bildes zu verlangsamen und die Aufmerksamkeit auf die fragile Transformation zu lenken, die die Landschaft und ihre Bewohner jede Stunde, jeden Tag, jede Jahreszeit, jede Epoche durchlaufen. Für Schellekens ist ein Kunstwerk kein flüchtiges und konsumierbares Bild, sondern etwas, das Zeit braucht. Es spiegelt, insbesondere im Kontext der Pandemie, unseren Umgang mit der stillstehenden oder verlangsamten Zeit wider. In „I Am Still Here“ übersetzt Schellekens die Flüchtigkeit eines Fotos einer sich ständig verändernden Landschaft in einen zeitaufwändigeren Prozess der eigenen „Entwicklung“ des Bildes, wie in den alten analogen Tagen, mithilfe moderner Technologie. Das Negativ war früher das Zwischenstadium des endgültigen Bildes. In dieser Arbeit ist das Negativ eine Metapher für das Zwischenstadium und die heikle Phase, in der Natur und Mensch Tag für Tag die Zeit durchleben. Es ist ein Stadium, in dem die Zeit eine massive Rolle spielt. Viele Menschen spüren, dass unser Verhältnis zur Zeit in einer Krise steckt. Technologische Entwicklungen fragmentieren unser Zeitgefühl, was manchen von uns das Gefühl gibt, immer einen Schritt zurück zu sein. Das Bild ist eine Momentaufnahme, aufgenommen an einem bestimmten Tag in unserer heutigen turbulenten Zeit. Die Präsenz des Künstlers auf dem Bild symbolisiert unsere Verletzlichkeit gegenüber Veränderungen und der Zeit. Auf den ersten Blick scheint sich diese Landschaft weder in den vergangenen noch in den kommenden Jahren wesentlich verändert zu haben, doch im Licht der Geschichte erscheint selbst die raueste Natur viel zerbrechlicher, als man es sich vorstellt.

  • Family

    Family

    Eine Reihe von Vögeln, die auf einem Ast sitzen und eine Familie bilden. Sie können die Menschen beobachten, die vorbeigehen. Wir hoffen, dass wilde Tiere ihre Jungen aufziehen und ihre Populationen an unserer Seite wieder aufbauen können – denn es gibt zu wenig menschenfreien Raum auf dieser Erde. Wir müssen ihren Raum respektieren.

    Jan Sajdak wurde 1987 in Warschau geboren und studierte Ethnologie und Kulturanthropologie an der Universität von Warschau. Anschließend studierte er Bildhauerei an der Akademie der Schönen Künste in Warschau. Jan arbeitet mit vielen Materialien, er praktiziert Bildhauerei, Zeichnung und Druckgrafik. In den letzten Jahren hat er sich jedoch mehr und mehr auf Landart und Kunst in enger Beziehung zur Natur spezialisiert. Sein ethnologisches Interesse brachte ihn dazu, traditionelle Flechttechniken zu erlernen und sie in seinen Skulpturen zu verwenden. Im Jahr 2019 schuf er die Wasservögel in der Kyll. Es war zu dieser Zeit wohl der meistfotografierte Ort in Kyllburg.

  • Eine aufkeimende Hoffnung

    Eine aufkeimende Hoffnung

    Objektbeschreibung

    In den Jahren 1944-1945, als die alliierten Luftstreitkräfte die Luftüberlegenheit über Europa erlangten, befand sich die kleine Eifelstadt Kyllburg in der vordersten Reihe der strategischen Bombenangriffe der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. Unter den zahlreichen Bombenangriffen sticht ein Datum besonders hervor: Der 8. Januar 1945. Die Mission #253 wurde der amerikanischen 384th Bombardment Group zugewiesen. Das Ziel: Die Eisenbahnlinie in Kyllburg. Die Bahnlinie führt durch zwei Tunnel und überquert den Fluss Kyll, was sie zu einem wichtigen Ziel macht, um den Nachschub- und Verstärkungsfluss zu den deutschen Frontlinien im Westen zu unterbrechen. An diesem Tag warfen 38 amerikanische B-17-Bomber ihre Bomben über der Bahnlinie und dem Dorf ab und richteten dabei großen Schaden an.

    Die Skulptur steht für die gemeinsame Arbeit, Zusammenarbeit, Unterstützung und Freundschaft zwischen den beiden Nationen der Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland in den Jahren nach dem Krieg. Sie repräsentiert auch ein entstehendes Kyllburg. Die amerikanischen Bombensplitter, die den Sockel der Skulptur bilden, wurden im Dorf und in den umliegenden Hopfengärten, Hügeln und im Flusstal gefunden und gesammelt. Das Schrapnell steht für Zerstörung, aber auch für die Überwindung der Tyrannei. Der Hintergrund des Bombenkraters zeigt die Narben des Krieges und erinnert an das Motto “Nie wieder”. Die Metallblume steht für HOFFNUNG. Sie zeigt, dass selbst in der Zerstörung Hoffnung auftaucht und die Zukunft gestaltet. Wo HOPE ist, ist Leben.

    Das Kyllburger Kollektiv ist ein loser Zusammenschluss mehrerer in Kyllburg wohnenden Menschen aus aller Welt. Zu ihnen gehören in diesem Jahr Victorio Gutierrez (USA), Ulli Seitz (D), Adina Medrut (RO) und Matthias Stumps (D).

  • Animal

    Animal

    Ein überdimensionales Tier lebt jetzt im Stadtpark Hahn. Zusammen mit ihrem jungen Kalb streift sie friedlich durch die dicht bewaldeten Hänge des Kylltals. Es bleibt zu hoffen, dass bald eine Zeit kommt, in der Tiere ohne Angst an unserer Seite leben können, bevor viele weitere Arten von Wildtieren – große und kleine – durch die rasante Zerstörung unserer natürlichen Umwelt durch den Menschen aussterben.

    Ewa Dąbrowska wurde 1989 in Warschau geboren und schloss 2018 ihr Studium der Bildhauerei in Warschau mit “cum laude” ab. Sie arbeitet mit Installationen, traditionellen Skulpturen, Zeichnungen, Landart, aber auch mit Happenings, bei denen sie Musik und Skulptur in einem kreativen Prozess verbindet. Im Jahr 2019 baute sie Kroppemann, ein athletisches Wasserwesen aus Treibholz, das durch den Wald lief und die Herzen vieler Kyllburger gewann.

  • Gemeinschaftsprojekt Kunststühle

    Gemeinschaftsprojekt Kunststühle

    Kunststühle als partizipatives Projekt

    Die Kunststühle stehen auf der Brücke über die Kyll. Setzen Sie sich darauf und betrachten sie den „Stern des Südens“, der sich ebenfalls auf der Brücke befindet. Die Kunststühle sind das Signal mitten in Kyllburg für die Kunstroute. Die Kunststühle stehen, wie kein anderes Projekt, für den Spaß am gemeinsamen Gestalten der Aktiven der Kunstroute Kyllburg 2024. Entworfen von Christine Nicolay und Dagmar Engels, gestalteten, sägten und schraubten Heinz Grün, Ben Hirtz und Peter Ott vor der Mühle Zahnen an mehreren Tagen die fünf Kunststühle mit menschlichen und tierischen Motiven aus Pappelholz. Bei den Kunststühlen geht es nicht um die Idealisierung klassischer Kunstformen oder deren Rezeption. Das ist nicht der Anspruch. Die Aktion Kunststühle vernetzt Menschen in Kyllburg, der Region und ihre Künstler:innen auf sehr sympathische und ambitionierte Art. Damit stehen die Kunststühle für eine Idee, die die Kunstroute seit Anbeginn beflügelt: Jede und jeder, der will, kann sich einbringen und mitmachen. Durch das Miteinander schafft die Kunstroute nicht nur Verbindungen, sondern emotionale Erlebnisse und Erfahrungen, die den Horizont aller die mitmachen, erweitern. Das macht die Kunstroute menschlich, nachhaltig und einzigartig. Die Kunststühle werden zum partizipativen Symbol einer Gemeinschaft, die sich durch die Kunst findet. Die Kunstroute Kyllburg stellt Partizipation Aller in der Kunst gleichberechtigt neben die Frage „Wann wird etwas Kunst?“

    Die Stühle haben nun ihren Platz gefunden auf dem Campingplatz „Camp Kyllburg“. Hier können sie betrachtet und genutzt werden, bis die Natur sie zurückerobert.

  • Vorhang

    Vorhang

    Ein Vorhang aus Ästen in blau bewegt sich durch Wind, Wetter und so (ver-)ändert sich der (Durch-)Blick.

    „Künstlerische Arbeit ist die Freiheit, unbekannte Wege zu gehen.

    Benjamin Hirtz, Jahrgang 1955, ist künstlerisch, gestalterisch und handwerklich sowie kunstpädagogisch in diversen Ateliers und Ausbildungsstätten ausgebildet. Er ist selbstständig als Bildhauer, Gestalter, Lehrer.

    „Nach der Arbeit mit schwerem Stein und anderem Material interessiert mich im Moment eher das Skizzenhafte. Es ist leicht und frei und nicht fertig … lässt der Fantasie Spielraum und fordert den Betrachter, den eigenen inneren Bildern und Prozessen zu folgen und sich (damit) auseinanderzusetzen.“

    Installation von Ben Hirz aus Malbergweich, Kurpark Hahn, Kyllburg, 23.05.2023

  • Doler

    Doler

    Wandmalerei (Silikatfarbe), eine mit einem Doler bemalte Wand. Die ornamentalen Muster die Rijcken herstellt nennt er Dolers. Sie bedeuten Bewegung, die Verbundenheit der Dinge und den Weg finden in einer sich ständig veränderenden Welt. Das Muster enthält Formen, die in verschiedenen Kulturen auf der ganzen Welt verwendet werden. Rijcken bemüht sich, die braunen und weißen Linien harmonisch auszugleichen. Die intuitive Gestaltung und die Konzentration, die für ihre Entstehung erforderlich sind, spiegeln Ruhe und Heimkehr wider.

    Olivier Rijcken, geboren 1967 in Aduard (Niederlande), ist Illustrator und Künstler. Er macht durch seine Kunst, seine Dolers und der Visualisierung von Veränder -und Lernprozessen, aufmerksam auf die Perspektive einer gerechteren und nachhaltigeren Welt.

    Seit 2011 beschäftigt er sich mit der Herstellung von Dolers: auf Wände gemalt, in Holz geschnitten, an Sandstränden geharkt oder auf Rasenflächen gemäht. Das tat er an verschiedenen Standorten in Norwegen, Dänemark, Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Äthiopien. Eine der Herausforderungen besteht für ihn darin, nur umweltfreundliche Materialien und Interventionen zu verwenden.

    Www.dolers.com

  • Freunde

    Freunde

    Fur unsere toten Freunde

    Sie finden sich überall: im Memento mori, im Totentanz, in unzähligen Büchern, auf Bildern oder jetzt auf der Kyllburger Kunstroute mit Herz und Hut: Skelette. In diesem Fall erschaffen von Heinz Grün. Grün ist Autodidakt und gestaltet mit Holz Skulpturen und Dekoratives. Auf der Kunstroute engagierte er sich bereits aktiv beim Keltenkompass und in diesem Jahr bei den Kunststühlen. Zu sehen sind seine Skelett-Skulpturen, die musizieren, die tanzen, lachen und feiern im Kreuzgang der Stiftskirche. Geschaffen wurden sie aus etwa 2.000 Einzelteilen – meist Pappelholz – in einem Zeitraum von etwa einem Jahr. Grün zu seiner Intention Menschen aus unserem näheren Umfeld, die verstorben sind, kleine Denkmäler zu setzen: „Sie haben uns verlassen und sind trotzdem mit uns.  In unseren Gedanken und Herzen leben sie weiter, so wie wir sie erlebt haben. Diese Installation ist eine Würdigung derer, die uns in unserem Leben wichtig waren.“ Das Kuratorenteam: „Mit dem Autodidakt Heinz Grün lebt die Idee der Kunstroute, Menschen in der Eifel mit Kunst in Berührung zu bringen, sie und ihre besonderen Fähigkeiten zu inspirieren und integrieren und ihnen den Raum zu freier künstlerischer Gestaltung zu ermöglichen. Die Skelette sind einzigartig in ihrer Ausführung und vermitteln Lebensfreude.“

  • Die Schönheit des Stein-Seins

    Die Schönheit des Stein-Seins

    Eine Felswand mit Vertiefungen und Spalten öffnet die Blicke für eine Fülle von Entdeckungen, was darin verborgen lebt. Vor und in dieser Felswand sind schmuckvolle farbige Steine und Objekte installiert, wie Geschenke des Dankens. Sie laden alle Vorübergehenden ein, inne zu halten und diesen Ort mitzugestalten zu einem Spielfeld der natürlichen Fülle und Schönheit.Vom Boden wächst eine verflochtene Vegetation in diesen Raum und schafft sich ihre eigenen Wege. Mit einem farbigem Geflecht des Glitzerns wächst es weiter. Es lädt ebenfalls zu staunendem Innehalten ein, das sich mit kleinen Ergänzungen einbringen kann. Rüdiger Steiner wird diesen Ort selbst performativ und bildhauerisch beleben und verändern – gerne auch mit Verabredungen mit Interessierten dafür.

    Rüdiger Steiner bewegt sich von der Bildhauerei kommend, mit seinen Projekten und Installationen zwischen Kunst-Werk, Erfahrungsprozess, Körper- und Bewusstseinsarbeit. Er schafft Raum-Situationen, in denen sich ein plastisches, räumliches und körperliches Begegnen gestalten kann. Dabei werden intuitive Impulse in ein handelnd-kommunikatives Miteinander bzw. in die Umwelt eingebracht.

  • Regenbogenbrücke

    Regenbogenbrücke

    Eine Reihe von Bäumen wurde mit bunten Wollstreifen markiert. Zusammen bilden sie einen Regenbogen. Die Installation erfolgt in Zusammenarbeit mit den Shop-in-Shop Strickcafe Damen..Zusammen strickten sie über 150 Wollstreifen und halfen sie an den Bäumen zu befestigen.

    Eine Brücke verbindet immer zwei Welten die auseinander liegen.

    Olivier Rijcken, geboren 1967 in Aduard (Niederlande), ist Illustrator und Künstler. Er macht durch seine Kunst, seine Dolers und der Visualisierung von Veränder -und Lernprozessen, aufmerksam auf die Perspektive einer gerechteren und nachhaltigeren Welt.

    Seit 2011 beschäftigt er sich mit der Herstellung von Dolers: auf Wände gemalt, in Holz geschnitten, an Sandstränden geharkt oder auf Rasenflächen gemäht. Das tat er an verschiedenen Standorten in Norwegen, Dänemark, Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Äthiopien. Eine der Herausforderungen besteht für ihn darin, nur umweltfreundliche Materialien und Interventionen zu verwenden.

    Www.dolers.com