Skeletal Rhythm l 1920

„Nichts hat die Menschen so fasziniert
wie der Tanz.“
Dorothée Bores

In den 1920er Jahre entwickeln sich die Großstädte zu pulsierenden Zentren, in denen Kunst und Kultur einen ungemeinen Entwicklungsschub erleben. Dem Tanz kommt eine bedeutende Rolle zu: „Nichts hat (…) die Menschen so fasziniert wie der Tanz (…). Vera Skoronel, welche soeben den abstrakten Tanz kreiert hatte, [fragte] übermütig und natürlich rein rhetorisch: ,Nichttanzen – gibt es das überhaupt?‘.“[1]
Zielsetzung des modernen Ausdruckstanzes war ein ‚absoluter‘ Tanz, der nicht ‚Sklave einer Musik‘ sein sollte, sondern durch Einsatz von archaischen Musikinstrumenten sowie völligen Verzicht auf Musik den Tanz zur Suche nach ‚wahrem‘ menschlichen Ausdruck erhob. Musik sollte nicht melodisch einengen, sondern Rhythmus und Dynamik des Körpers unterstützen.

Meine Arbeit im Spannungsfeld von körperlicher Dynamik und natürlicher Vergänglichkeit visualisiert den naturverbundenen, auf bloße Bewegung zurückgeführten Tanz. Filigrane marionettenartige Figuren mit zarten Kleidern aus Naturmaterialien schweben in schwingender Bewegung im Wald. Am Boden deponierte Klanginstrumente laden den Betrachter ein, den Tanz rhythmisch zu ergänzen.

INFO ÜBER MICH Geboren in Trier, Studienstationen in Kaiserslautern, Mainz und Heidelberg. Magister und Promotion in Buchwissenschaft. Danach Tätigkeit als freiberufliche Autorin und Herausgeberin, parallel praktische Auseinandersetzung mit Bildender Kunst. Seit 2019 Lehrerin im Fach Bildende Kunst. Beteiligungen an Gemeinschaftsausstellungen, zuletzt Fotokunstaktion Ueber:LEBEN (Trier, 2026).

[1]https://www.welt.de/kultur/kunst/article230867193/Zwanzigerjahre-Die-Weimarer-Republik-war-ein-Tanzparadies.html