Olivier Rijcken

Olivier Rijcken

Einleitung

Rijcken, geboren 1967 in Aduard (Niederlande), ist Illustrator und Künstler. Er macht durch seine Kunst, seine Dolers und der Visualisierung von Veränderungs- und Lernprozessen, aufmerksam auf die Perspektive einer gerechteren und nachhaltigeren Welt.

Seit 2011 beschäftigt er sich mit der Herstellung von Dolers: auf Wände gemalt, in Holz geschnitten, an Sandstränden geharkt oder auf Rasenflächen gemäht. Das tat er an verschiedenen Standorten in Norwegen, Dänemark, Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Äthiopien. Eine der Herausforderungen besteht für ihn darin, nur umweltfreundliche Materialien und Interventionen zu verwenden.

www.dolers.com

www.olivierrijcken.nl

Eine kleine Geschichte der Menschheit

Für die diesjährige Ausgabe der Kunstroute fertigte Rijcken ein ‘prähistorisches Felsbild’ mit Farben, Kohle und Kreiden an, die auch schon vor Tausenden von Jahren verwendet worden sein könnten. In fünf Bildern springt Rijcken durch die Geschichte. Die Botschaft, die er für künftige Generationen mitteilt, ist keine frohe: „Als Menschheit scheinen wir nicht zu verstehen, dass wir ein Teil der Natur sind, dass wir von der Natur unterstützt werden und von der Natur abhängig sind. Wenn wir das wirklich verstehen würden, wären wir nicht da, wo wir die Welt heute hingebracht haben“.

Doler @Schloss Malberg

Der gemähte Doler wirkt spielerisch als dekoratives Element entlang des Schlossgartens. Doler nennt der Künstler Olivier Rijcken die labyrinth-artigen Muster, die er in verschiedenen Materialien und unterschiedlichen Größen anfertigt. Der Betrachter kann sich leicht in die sorgfältig und doch intuitiv hergestellten, ausgewogenen geometrischen Formen hineinversetzen. In Kombination mit der Schlosskulisse versetzen die Dekorationen leicht in die Welt der keltischen Gärten. Für Rijcken repräsentieren die Dolers jedoch so viel mehr: die Verbundenheit der Dinge, das Finden des eigenen Weges in der Welt und die Transformation.

Dieses temporäre Kunstwerk ist eine Kooperation zwischen Schloss Malberg und der Kunstroute Kyllburg. Schloss Malberg liegt 20 Minuten Fußweg von Kyllburg entfernt und kann besichtigt werden Mittwochs und an Sonn- und Feiertagen von 11-18 Uhr, Eintritt frei.

Standort

50°02’47.2″N 6°34’43.0″E
Schloss Malberg

Kelten-Kompass

Die Form und Bau vom Keltenkompass war ein Gemeinschaftswerk von mehreren Kyllburgern. Aber ohne das Engagement der Ur-Kelten Heinz Grün und Eugen Hennig, und die enormen Hubkräfte von Jürgen Matthey,  wäre es nicht möglich gewesen.

Der Kompass erinnert mit seinen unterschiedlich langen und im Kreis aufgestellten Baumstämmen an die steinzeitlichen Steinkreise, allen voran das berühmte Stonehenge in England. Über 70 Baumstämme werden am Ende verbaut sein. Deren Gewinnung war nicht immer einfach. Mühsam mussten die Bäume mit Seilen und Ketten aus dem Wald gezogen werden, oft aus recht unwegsamen Gelände. Doch dank der tatkräftigen Hilfe vieler Freiwilliger konnte das bewerkstelligt werden.